Gedanken zu innerer Klarheit, Verbundenheit und der Rückkehr zu sich selbst.
Was bedeutet es eigentlich, sich zu erinnern?
Die meisten denken dabei an etwas Vergangenes. An einen Ort, eine Person oder einen Moment. Doch das Erinnern, von dem ich spreche, meint etwas anderes. Es ist kein Zurückblicken im klassischen Sinne, eher ein inneres Wiederfinden – etwas, das weniger mit dem Verstand zu tun hat und mehr mit dem, was in uns liegt.
Viele meiner Klienten stehen genau an diesem Punkt, an dem etwas nicht mehr ganz passt. Nach außen funktioniert vieles noch, doch innerlich beginnt sich etwas zu verschieben. Oft leise, kaum greifbar und doch spürbar.
In solchen Momenten geht es selten darum, sofort eine Lösung zu finden. Vielmehr entsteht eine andere Bewegung: innehalten, wahrnehmen, sich selbst wieder näher kommen. Erinnern kann genau das sein.
Ein Zurückfinden zu dem, was unter all den Rollen liegt, die wir im Laufe unseres Lebens übernommen haben. Zu dem, was uns einmal selbstverständlich war. Zu dem, was sich echt anfühlt, auch wenn es vielleicht lange keinen Raum hatte.
Erinnern heißt auch, wieder den Zugang zu den eigenen Ressourcen ermöglichen: zu Kraft, Klarheit und Vertrauen. Nicht, weil sie neu entstehen müssten, sondern weil sie oft nur überlagert sind. Und vielleicht ist Erinnern auch ein Moment von Verbundenheit mit sich selbst, mit anderen, mit dem Leben. Ein Moment, in dem die Trennung, die wir manchmal empfinden, für einen Augenblick leiser wird.
Ich erlebe häufig, dass genau in solchen Momenten etwas in Bewegung kommt. Nicht als schnelle Entscheidung, sondern als ein erstes inneres Verstehen, eine leise Klarheit.
Erinnern bedeutet in diesem Sinne nicht, etwas hinzuzufügen, sondern etwas wieder freizulegen. Und manchmal reicht genau das, damit sich ein nächster Schritt zeigen kann.
Wenn Sie spüren, dass sich etwas in Ihnen verändert, ohne dass es schon klar benannt werden kann, kann ein ruhiges Gespräch helfen, erste Orientierung zu finden. Ich biete dafür 30 Minuten zur Orientierung im Dazwischen an – als ersten Raum, um gemeinsam auf das zu schauen, was sich zeigt.
Herzlichst
Petra Flachsbarth