Es gibt Momente, die sich schwer einordnen lassen. Manchmal endet etwas abrupt. Ein Gespräch, eine Entscheidung – und plötzlich ist etwas weg, das lange selbstverständlich war. Nicht nur die Aufgabe, oft auch ein Teil von Orientierung. Manchmal verschiebt sich etwas leise über längere Zeit. Äußerlich passt vieles noch, und gleichzeitig entsteht dieses Gefühl: So ganz stimmt es nicht mehr. Und manchmal entsteht Raum. Mehr Zeit, mehr Freiheit – und gleichzeitig keine klare Richtung.
Auf den ersten Blick sind das unterschiedliche Situationen. Und doch gibt es einen gemeinsamen Punkt. Das, was lange getragen hat, ist nicht mehr selbstverständlich. Und das Neue hat noch keine klare Form.
Ich nenne diesen Moment das Dazwischen
Dieses Dazwischen zeigt sich nicht immer gleich. In meiner Arbeit begegnen mir dabei immer wieder vier typische Formen. Der Bruch – wenn etwas plötzlich endet und Orientierung fehlt. Das Ende ohne Anfang – wenn das Alte abgeschlossen ist, aber noch nichts Neues da ist. Der offene Raum – wenn viel möglich ist, aber keine klare Richtung entsteht. Und die Neuverortung – wenn sich Identität neu sortiert.
Diese Formen sind keine festen Kategorien. Sie beschreiben eher unterschiedliche Zustände, die sich überlagern oder ineinander übergehen können. Und vielleicht erkennst du dich in mehr als einem davon wieder. Vielleicht verschiebt sich auch etwas mit der Zeit.
Im Dazwischen geht es selten darum, sofort eine Entscheidung zu treffen. Oft ist zuerst etwas anderes wichtig: ein genaueres Hinsehen, ein inneres Sortieren, ein Moment, in dem das, was sich zeigt, überhaupt erst Raum bekommt. Etwas, das im Alltag häufig keinen Platz hat.
Ich arbeite nicht mit vorgefertigten Lösungen. Und auch nicht mit einem festen Weg, der für alle passt. Ich begleite genau diesen Moment, in dem sich etwas verändert, auch wenn es noch nicht greifbar ist. Ruhig, ohne Druck und mit dem, was gerade da ist.
Klarheit entsteht in diesen Momenten oft nicht als schnelle Antwort, sondern als etwas, das sich langsam zeigt. Ein Gedanke, der sich ordnet. Ein Gefühl, das greifbarer wird. Ein nächster Schritt, der sich stimmig anfühlt, auch wenn er noch klein ist.
Wenn du dich darin wiedererkennst und einmal sortieren möchtest, was sich gerade zeigt, können wir sprechen.
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